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Breitbandausbau: UMTS statt Festnetz

Telekom setzt verstärkt auf Funktechnik statt auf teuren Festnetzausbau

Um mehr Gemeinden Breitbandanbindungen zu ermöglichen, denkt die Telekom über Alternativen zum Festnetz nach. Wo der Ausbau des Festnetzes zu teuer ist, könnte künftig UMTS zum Einsatz kommen.

"Wo der Ausbau über Festnetz zu teuer ist, prüfen wir Mobilfunk- oder Richtfunklösungen, um den Bürgern über alternative Technologien schnelle Internetanbindungen bieten zu können", erläutert der bei der Telekom für den Breitbandausbau verantwortliche Ulrich Adams. Schließlich seien über HSPA im Mobilfunk Übertragungsraten von bis zu 7,2 MBit/s im Downstream möglich. Zum Vergleich: Über das Festnetz bietet die Telekom Privatkunden derzeit bis zu 50 MBit/s im Downstream und 10 MBit/s im Upstream an und das IPTV-Angebot Entertain gibt es nicht einmal mit einem DSL16000-Anschluss, denn dafür bedarf es mindestens "DSL16000+".

Beim Breitbandausbau setzt die Telekom ansonsten auf die Zusammenarbeit mit den Kommunen. Rund 720 solcher Kooperationen hat die Telekom 2009 vereinbart, weitere 50 Verträge liegen derzeit noch zur Unterschrift bei Gemeinden vor. Unter anderem bedingt durch die Förderprogramme des Bundes und der Länder sei das Interesse der Gemeinden am Breitbandinternet sehr hoch: Allein bei der Deutschen Telekom habe es 2009 rund 9.000 konkrete Anfragen gegeben, so das Unternehmen.

Insgesamt hat die Deutsche Telekom bereits mehr als 1.200 Kooperationen vereinbart. Wo der Breitbandausbau aufgrund niedriger Kundenpotenziale und hoher Ausbaukosten mit Verlusten verbunden wäre, holt die Telekom die Kommunen dazu: Sie können sich dann auf unterschiedliche Weise am Ausbau beteiligen und so die Kostenlücke schließen, beispielsweise indem sie eventuell vorhandene Kabelkanalanlagen oder Leerrohre zur Verfügung stellen oder die nötigen Tiefbaumaßnahmen übernehmen. Auch mit finanziellen Zuschüssen können Kommunen für Breitbandinternet sorgen. Größter Kostenfaktor sind laut Telekom die Tiefbauarbeiten, die bis zu 50.000 Euro pro Kilometer kosten.

(ji, 12.01.2010 12:04)

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