IBM hat mit "n.Fluent" eine selbstlernende Übersetzungstechnik entwickelt, die mit jedem übersetzten Wort besser werden soll. Die Software wird bei IBM intern genutzt, um Dokumente und Webseiten, aber auch Instant-Messages in Echtzeit zu übersetzen.
Kern von n.Fluent ist ein IBM-internes Crowdsourcing-Projekt, in das Wissen von rund 400.000 IBM-Mitarbeitern aus mehr als 170 Ländern eingeflossen ist, so IBM. Freiwillige haben Wortübersetzungen eingestellt, aktualisiert und immer wieder verbessert. Insgesamt haben IBM-Mitarbeiter bislang rund 40 Millionen Wörter mit n.Fluent übersetzt. Bei jeder Benutzung soll das Übersetzungssystem dazulernen und so besser werden.
Zwar werde die Technik derzeit nur bei IBM intern genutzt, doch es gebe Interesse, daraus einen Dienst oder ein Produkt zu machen, lässt IBM durchblicken.
Gegenüber freien Übersetzungsdiensten im Web soll n.Fluent mit größerer Sicherheit aufwarten, wird die Software doch hinter der Unternehmensfirewall gehostet. Zudem soll das System für technische und geschäftliche Nutzer bessere Ergebnisse liefern.
Unterstützt werden derzeit die Sprachen Chinesisch (vereinfacht und traditionell), Koreanisch, Japanisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch und Arabisch.
Neben n.Fluent wurde bei IBM an zwei weiteren Crowdsourcing-Projekten im Bereich Sprache gearbeitet: Digicape und Agora sollen es einfach machen, bestimmte Inhalte in Audio- und Videodaten zu finden, zu transkribieren, zu synchronisieren, zu taggen und mit Untertiteln zu versehen.
(ji, 24.11.2009 09:44)Google arbeitet an einem Dolmetscher-Handy (08.02.2010)
IBMs Power7 - bis zu acht Kerne, 32 Threads und 4,1 GHz (09.02.2010)
Ein Echtzeitsuchsystem für Parkplätze (08.02.2010)
FETs aus Graphen auf dem Weg zu 100 GHz (05.02.2010)
Globalfoundries auf dem Weg zu Platz 3 der Foundries (03.02.2010)