Microsoft will dafür sorgen, dass die freie Entwicklungsumgebung Eclipse besser mit den eigenen Produkten zusammenarbeitet. So soll Eclipse künftig die Möglichkeiten von Windows 7 besser ausschöpfen und Werkzeuge für Windows Azure und Silverlight bereitgestellt werden.
Wie bei anderen Open-Source-Projekten setzt Microsoft auch in Sachen Eclipse auf die Zusammenarbeit mit spezialisierten Unternehmen, die im Auftrag von Microsoft die Umsetzung übernehmen. So soll Tasktop Technologies Eclipse besser in Windows 7 integrieren. Die Sprunglisten von Windows 7 sollen beispielsweise den Zugang zu häufig genutzten Eclipse-Artefakten erlauben und das Eclipse Standard Widget Toolkit (SWT) mit verschiedenen Windows-7-Funktionen wie der suchbasierten Navigation erweitert werden.
Diese Erweiterungen für Eclipse sollen im ersten Halbjahr 2010 unter der Eclipse Public License verfügbar sein.
Eclipse-Tools für Windows Azure
Darüber hinaus stellt Microsoft die "Eclipse-Tools für Windows Azure vor. Diese ermöglichen PHP-Entwicklern die Nutzung der Entwicklungsumgebung zur Erzeugung von Webapplikationen für Microsofts neue Plattform. Die Werkzeuge umfassen Funktionen zum Schreiben, Debuggen, Konfigurieren und Installieren von PHP-Anwendungen auf Windows Azure. Zudem verbinden sie das bestehende Windows Azure SDK für PHP mit dem Eclipse-PHP-Projekt. Das Eclipse-Plug-in enthält einen Windows Azure Storage Explorer, mit dem Entwickler Daten in Windows-Azure-Tabellen, -Blobs und -Reihen durchsuchen können.
Azure SDK für Java
Dabei greift Microsoft auf das neue Windows Azure SDK für Java zurück, das ebenfalls heute vorgestellt wurde. Das Open-Source-Projekt stellt Java-Entwicklern Werkzeuge und Ressourcen für Windows Azure zur Verfüguung. Sowohl Plug-in als auch SDK wurden von Microsoft und Soyatec gemeinsam entwickelt.
Eclipse-Plug-in für Silverlight
Zusammen mit Soyatec hat Microsoft auch die Version 1.0 eines Eclipse-Plug-ins für Silverlight veröffentlicht. Es ermöglicht die Entwicklung von auf Silverlight basierenden Rich Internet Applications (RIAs), unterstützt auch MacOS X und bringt Richtlinien für verbesserte Interoperabilität zwischen Silverlight-basierten Anwendungen sowie Java-basierten Internetseiten und Webservices, darunter REST, SOAP und JSON mit.
Das Eclipse-Plug-in für Silverlight steht ab sofort in einer RTM-Version (Release to Manufacturing) unter eclipse4sl.org zum Download bereit.
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