Das US-Heimatschutzministerium hat neue Regeln für die Einreise festgelegt: Künftig werden auch Greencard-Inhaber bei jeder Einreise in die USA biometrisch erfasst. Die neue Regelung tritt zwei Tage vor der Amtseinführung des neuen Präsidenten in Kraft.
Kurz vor dem Regierungswechsel hat das US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS) noch einmal neue Einreisebestimmungen erlassen und das Programm United States Visitor and Immigrant Status Indicator Technology (US-Visit) ausgedehnt. Künftig müssen unter anderem auch Greencard-Inhaber bei der Einreise in die USA ihre Fingerabdrücke nehmen und sich fotografieren lassen.
Das gilt auch für Reisende, die in die USA einwandern oder Asyl beantragen wollen. Auch Kanadier fallen künftig unter diese Bestimmung, es sei denn, sie kommen nur zu einem Kurzaufenthalt zum Einkaufen oder zum Besuch von Freunden oder Verwandten in die USA. Ausgenommen sind lediglich Reisende unter 14 und über 79 Jahren.
Das DHS bezeichnet die Ausweitung des US-Visit-Programms als weiteren Schritt zur Verbesserung der öffentlichen und der nationalen Sicherheit. "Die biometrischen Daten einer Person mit ihren Reisedokumenten abzugleichen, verringert das Risiko, dass die Identität oder die Dokumente eines Reisenden unrechtmäßig von Dritten dazu benutzt werden, um in die USA einzureisen", so das DHS. Bislang gilt US-Visit für Reisende aus Ländern ohne Visumspflicht sowie für Reisende mit einem Austauschvisum.
Die neue Regelung tritt am 18. Januar 2009 in Kraft - zwei Tage vor dem Amtsantritt von Barack Obama.
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