Mehrere Tage nach dem Schaden an einem Unterseekabel zwischen Europa und Ägypten leiden mehrere Staaten im Nahen und Mittleren Osten immer noch unter den Auswirkungen. Die Ursache ist immer noch nicht ganz geklärt.
Schwere Zeiten für Unternehmen und Surfer zwischen Alexandria und Dhaka in Bangladesch: Mehrere Tage nach dem Schaden an einem Unterseekabel im Mittelmeer ist der Datenverkehr im Nahen und Mittleren Osten immer noch beeinträchtigt. So stehen in Ägypten nur etwa 40 Prozent der üblichen Netzkapazitäten zur Verfügung. Ausfälle werden auch aus den Staaten auf der arabischen Halbbinsel, Sri Lanka und sogar aus Bangladesch gemeldet.
Stark betroffen ist auch Indien, wo die Bandbreite auf die Hälfte reduziert ist. Indirekt sind damit auch Unternehmen aus Europa und den USA betroffen: Viele von ihnen haben Arbeitsprozesse nach Indien ausgelagert.
Nach Angaben des zuständigen ägyptischen Ministeriums konnten der Ort und die Ursache des Schadens noch nicht ermittelt werden. Vermutlich hat ein Schiffsanker das Kabel vor der ägyptischen Hafenstadt Alexandria beschädigt. Genau wird man das jedoch erst feststellen können, wenn ein Reparaturschiff und Taucher zum Schadensort kommen. Derzeit verhindert aber schlechtes Wetter die Reparaturarbeiten, die voraussichtlich eine Woche dauern werden.
Ein Provider aus dem arabischen Emirat Dubai macht sogar einen Schaden an zwei Unterseekabeln für die Ausfälle verantwortlich. Danach sind sowohl der Fiber-Optic Link Around the Globe (FLAG) als auch das Kabel SEA-ME-WE 4 betroffen, das Südost-Asien (SEA) und den Nahen Osten (ME; im Englischen: Middle East) an Westeuropa (WE) anbindet.
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