
Ein von der TU Darmstadt entwickelter und mit japanischer Mechanik realisierter vierbeiniger autonomer Roboter soll im Bereich Forschung und Ausbildung die Nachfolge des seit 2006 nicht mehr produzierten Sony Aibo antreten. Der ebenfalls hundeähnliche Roboter der deutschen Universität ist etwas größer als der Aibo.
Entwickelt wurde der Roboter-Hund unter der Leitung von Professor Dr. Oskar von Stryk, dem Leiter des Fachgebiets Simulation, Systemoptimierung und Robotik im Fachbereich Informatik der TU Darmstadt. Die Mechanik des voll programmierbaren vierbeinigen Roboters stammt vom Hajime Research Institute, für das äußere Erscheinungsbild zeichnet das deutsche Designstudio Gotha Design verantwortlich.
Als offene und modulare Plattform für die Forschung und universitäre Ausbildung verspricht der noch unbenannte Roboter viele Schnittstellen, Sensoren, Bewegungsmöglichkeiten und soll einfache Erweiterungen der Hard- oder Software ermöglichen. Die Entwicklungszeit betrug sechs Monate.
Der am 29. Juni 2007 erstmals in Darmstadt präsentierte Roboter ist ca. 40 cm lang, 30 cm hoch, 25 cm breit und wiegt 2,5 kg. Er wartet mit 15 programmierbaren Drehgelenksantrieben auf, drei pro Bein und drei im Hals. Die Kamera im Kopf bietet eine Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten bei bis zu 90 Bildern/s. Hirn des Roboters ist ein mit 500 MHz getakteter AMD-Geode-LX800-Prozessor, als Betriebssystem kann zwischen Linux und Windows gewählt werden.
Zur weiteren Ausstattung zählen LAN und WLAN, ein Speicherkartenslot, zwei USB-Schnittstellen, ein VGA-Anschluss, ein Minidisplay und vier Taster. Für Energie sorgen Lithium-Polymer-Akkus.
Der Fachöffentlichkeit soll der neue Roboter laut TU Darmstadt anlässlich des RoboCup im Juli 2007 in Atlanta/USA vorgestellt werden - dort treten auch zwei Roboterfußball-Teams aus Darmstadt an. Da Sony die Aibo-Produktion einstellte, hatte die RoboCup Federation eine internationale Ausschreibung für eine Nachfolge-Roboterplattform eröffnet. Hier schaffte es das Konzept der TU Darmstadt, zusammen mit drei Mitbewerbern in die Endausscheidung gewählt zu werden.
Wer mehr zum neuen Roboter lesen will, kann laut TU Darmstadt ab 7. Juli 2007 auf die offizielle Website www.thenewrobot.com gehen. Auch ein Name soll bald feststehen.
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