Kunden des Mobilfunkanbieters Debitel, die seit Mai 2005 auf ihrer Rechnung ein ServicePlus-Paket für 1,95 oder 2,95 Euro ausgewiesen bekommen, sind nach Ansicht der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg nicht verpflichtet, diesen Betrag zu bezahlen. Es bestehe keine gültige Vertragsgrundlage zur Berechnung dieser Pauschale, so die Verbraucherschützer.
Je nach Tarif verlangt Debitel monatlich pauschal 1,95 oder 2,95 Euro für zusätzliche Serviceleistungen wie Tarifanalyse, kostenlose Nutzung der Hotline, kostenloser Wechsel des Wunschtarifs oder der Mobiltelefonnummer. Dabei mache das Unternehmen "seine Kunden zu Zwangsnutzern der neuen Dienste", denn diese erhalten laut Debitel das Servicepaket völlig automatisch, wenn sie nicht innerhalb einer bestimmten Frist widersprechen, so die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.
Kunden, die sich nicht gegenüber Debitel äußern, erhalten das neue ServicePlus-Paket so völlig automatisch, zeigen sich die Verbraucherschützer empört. Nach ihrer Ansicht muss die Pauschale nur bezahlt werden, wenn der Kunde seine ausdrückliche Einwilligung zum Service-Plus-Paket gegeben hat.
Wer die Pauschale ohne Zustimmung berechnet bekommen und bezahlt hat, sollte umgehend bei Debitel Widerspruch einlegen und bereits erfolgte Zahlungen zurückfordern, wenn er das ServicePlus-Paket nicht nutzen will, rät Telekommunikationsexpertin Brigitte Sievering-Wichers.
Fragen zur Servicepauschale von Debitel beantwortet die Fachberatung der Verbraucherzentrale montags bis donnerstags zwischen 10 und 18 Uhr unter der Telefonnummer 0900-1774441 für 1,75 Euro pro Minute.
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